Der Fußball in Fürth — von "1860" über "SpVgg" zur „SG QUELLE“

 

Im Schatten der großen mittelfränkischen Vereine SpVgg Greuther Fürth und 1. FC Nürnberg begann die eigentliche Geschichte der SG Quelle Fürth erst nach der Fusion mit den Fußballern im TV Fürth 1860 im Jahre 1973. Dies ist aber nicht die erste erfolgreiche Fußballabteilung, die aus dem traditionsreichen Turnverein hervorging.

 

Die Quelle der SpVgg Fürth

 

Bereits am 23.9.1903 wurde die SpVgg Fürth im TV 1860 gegründet. Sie war die erste Fußballabteilung des Hauptvereins. Aufgrund mangelnder Unterstützung gliederte sich die SpVgg Fürth 1906 vom TV 1860 Fürth aus und meldete sich als eigener Verein an. Heute spielt unser Nachbarverein als SpVgg Greuther Fürth in der 2. Bundesliga und kann in seiner Chronik u.a. über zahlreiche Nationalspieler und drei deutsche Meisterschaften berichten. 

 

Mit der Ausgliederung war das Fußballspielen im TV 1860 jedoch nicht beendet. Schon nach kurzer Zeit fanden sich genügend junge Mitglieder, um in einer neuen Fußballabteilung des TV 1860 weiterzukicken. Nach dem 1.Weltkrieg gelang sogar der Aufstieg in die oberste Spielklasse. Aber es entfachte eine Auseinandersetzung zwischen den Sparten Turnen und Fußball. So entstand 1924 wieder ein neuer Fußball-Club: der FC Fürth, der sich ebenfalls für einige Jahre selbständig machte. Als die Fußballer schon wieder „weg waren“, fanden sich im TV 1860 erneut fußballbegeisterte Sportler zusammen. Beim Deutschen Turnfest 1928 in Köln spielte der TV 1860 sogar um die Meisterschaft der Deutschen Turnerschaft, ehe im Jahre 1930 der FC Fürth den Weg zurück zum Stammverein TV 1860 fand. Gemeinsam und mit frischem Elan beteiligte man sich wieder an den allgemeinen Rundenspielen.

 

Gründung der BSG Schickedanz

 

1935 gründete der Sportbegeisterte Gustav Schickedanz die Betriebssport-Gemeinschaft des Quelle-Konzerns, die BSG Schickedanz Fürth. Seine allzeit soziale Einstellung und schon damals langjährige Freundschaft zum Turnverein erhielt ein festes, bis heute unzertrennliches Band, in dem seine BSG ihre sportliche Heimat beim TV 1860 fand. Diese BSG unterstützte er in den folgenden Jahren tatkräftig, er förderte viele Wettkämpfe mit Sportabteilungen anderer Firmen und trug so zum weit über Fürth hinaus gehenden Ansehen der Firma QUELLE auch im Sport bei. Der TV 1860 erreichte 1937 die mittelfränkische Meisterschaft, nur knapp verfehlte man den Aufstieg in die oberste Liga. Den erfreulichen sportlichen Entwicklungen wurde aber durch den 2. Weltkrieg ein abruptes Ende gesetzt. Zwischen 1939 und 1945 rollte kein Ball.

 

Aus der Gefangenschaft heimgekehrte Mitglieder begannen bald nach dem Krieg den Trainings- und Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Aber viele Kameraden waren im Krieg gefallen und rissen empfindliche Lücken in die sportlichen Reihen. Und auch die Beschlagnahme des Platzes durch die Behörden wirkte sich hinderlich auf den Neuaufbau aus. Trotz aller Anstrengungen stieg das Team des TV 1860 Fürth nach und nach bis in die C-Klasse ab. Robert Reichel war es, der 1953 als Abteilungsleiter mit einer jungen Mannschaft den Wiederaufstieg in die B-Klasse anvisierte und schaffte. Mehrere Jahre spielte man mit wechselndem Erfolg. Erst im Jubiläumsjahr 1960 unter Führung von Fritz Flick gelangen Meisterschaft und Aufstieg in die A-Klasse. Den vollzogenen Generationswechsel im Spielerkader und das damit verbundene Ausscheiden wichtiger Spieler konnte jedoch in der Saison 1961/62 nicht mehr kompensiert werden. Man stieg erneut bis in die C-Klasse ab. Als im Jahr 1964 Fritz Flick aus gesundheitlichen Gründen die Abteilungsleitung an Heinz Schmidt abtrat war die 1.Mannschaft am Tiefpunkt und auch die Jugendarbeit kam zum Erliegen. Nur zwei Jahre später trat Emil Blüm als Abteilungsleiter an, die Wende zu schaffen. Die gemeinsamen Anstrengungen der Abteilungsleitung und engagierter Spieler führten tatsächlich am Ende der Saison 1969/70 zurück in die B-Klasse.

 

Aber die hektischen Jahre des wirtschaftlichen Aufbaus nach dem Krieg hatten ihre Spuren hinterlassen, finanzielle Lücken klafften. Die Tatsache, die Abteilungskasse nur noch durch persönliche Zuwendungen der Vorstandschaft und den Verzicht der Spieler auf Kostenersatz zu füllen, war langfristig gesehen keine Lösung. Auch vom Hauptverein erfuhren die Fußballer wenig Unterstützung. So bemühte sich die Abteilungsleitung um eine enge Verbindung zur Familie Schickedanz, der Firma QUELLE und deren Betriebssportgruppe. Als die Spielerdecke immer dünner wurde, mussten immer öfter Spieler der Betriebssportgruppe Schickedanz aushelfen, um den Abstieg des TV 1860 in der Saison 1972/73 gerade noch zu verhindern. Trotz des Klassenerhalfs war die Fußballabteilung im TV 1860 aber zum Erliegen gekommen.

 

Fusion zur SG Quelle im TV Fürth 1860

 

Die lebendig wirkende BSG QUELLE, bayerischer Firmenmeister in Serie, suchte dagegen eine neue Herausforderung und wollte nun endlich am regulären Spielbetrieb des DFB teilnehmen. Ihr Mentor Gustav Schickedanz versicherte, die frisch gegründete Abteilung Fußball zu unterstützen. So erfolgte am 1.Juni 1973 die Fusion zwischen der Fußballabteilung des TV 1860 Fürth und der BSG Schickedanz Fürth zur SG QUELLE im TV Fürth 1860 e.V.. Die Position des Vorsitzenden übernahm Eckart vom Dorp, der dieses Amt bereits bei der BSG Schickedanz einige Jahre ausübte. Schon in der ersten gemeinsamen Saison 1973/74 gelang der Aufstieg in die A-Klasse. Der erste Trainer der SG Quelle Fürth, Richard Gottinger, absolvierte zu seiner aktiven Zeit 670 Spiele für die Spvgg Fürth und ein Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft zur WM 1954 in der Schweiz.

 

lm darauf folgenden Spieljahr 1974/75 hatte das Team mit Anpassungsschwierigkeiten in der neuen Liga zu kämpfen, so sah sich Gründungs-Vorstand Eckart vom Dorp gezwungen, den Trainerposten neu zu besetzen. Nicht irgendeinen Trainer, einen Helden des Wunders von Bern holte man. Herbert „Ertl“ Erhardt wurde 1954 unter Sepp Herberger Weltmeister und führte später noch bei den WM-Endturnieren in Schweden und Chile die deutsche Elf als Kapitän aufs Feld. Unter seiner Leitung explodierte die Quelle-Elf am letzten Spieltag und sicherte sich mit einem eindrucksvollen 6:1 über den TSC Cadolzburg vor 900 Zuschauern den Klassenerhalt. „Ertl“ Erhardt war es maßgeblich zu verdanken, dass sich die SG Quelle Fürth in den kommenden vier Spielzeiten festigte und nie in Abstiegsgefahr geriet. Am Ende der Saison 1978/79 bedankte sich Eckart vom Dorp für die grandiose Arbeit, die Fußball-Denkmal Herbert Erhardt für die SG Quelle geleistet hatte. Im Sommer 1979 übernahm Walter Müller, ehemals als Spieler aktiv beim 1.FC Nürnberg und auch bei der SG Quelle, das Traineramt. Er war der erste Spielertrainer der SG Quelle und half dem Team beim Erreichen des Klassenerhaltes in der A-Klasse.

 

Die darauf folgende Saison bescherte der SG Quelle den größten Erfolg in ihrer noch jungen Geschichte: 1980/81 gelang Pavel Paska, dem ersten tschechischen Trainer der SG Quelle, der lang ersehnte Aufstieg in die Bezirksliga Süd. In derselben Saison richtete die SG Quelle ihren ersten Hallencup aus, zum damaligen Zeitpunkt noch in der Turnhalle des TV 1860. 1981/82 erreichte das Team in der bis dato neuen Bezirksliga einen hervorragenden 9. Tabellenplatz. 1982/83 engagierte Eckart vom Dorp einen neuen Trainer, Wilhelm Müller hieß der neue Übungsleiter. Dieser, der zuvor als Jugendtrainer beim TSV Katzwang erfolgreich war, versuchte mit seinen eigenen, akribischen Methoden, mehr aus der Mannschaft herauszuholen, „als eigentlich drin war“ (E.vom Dorp, Juni 1985). Dennoch erreichte er den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Die kommende Saison stand unter keinem guten Stern für die SG Quelle. 1983 wurde der zweite tschechische Trainer bei den Dambachern, Antonin Mrtka. Nach einer verkorksten Runde und diversen Auseinandersetzungen zwischen Trainer und Vorstand wurde der Trainer am 7. Mai 1984 vorzeitig von seinen Aufgaben entbunden - zu spät, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Die letzten Spiele stand Spielertrainer Wilfried Becker vergebens an der Seitenlinie. Nach drei Jahren Bezirksliga musste die SG Quelle Fürth zurück in die A-Klasse. Für die folgende Saison 1984/85 stellte Vorstand vom Dorp die Weichen in eine „Richtung“, die bei der SG Quelle bis heute noch Geltung hat: Förderung der Jugend. Warum nicht den eigenen Nachwuchs in die 1. Herrenmannschaft einbauen? Er startete einen Neuanfang mit Trainer Wolfgang Schaper. Und das Konzept ging voll und ganz auf. Am Ende gelang dem Team um Trainer Wolfgang Schaper der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga Süd. Über den Trainer schrieb der Vorstandsvorsitzende „Bei seinem Einsatzwillen - gepaart mit einer Portion Schlitzohrigkeit - sind wir jetzt sicherlich einige Jahre gut bedient“.

 

Im Juni 1985 war es soweit: Gründungsvorstand Eckart vom Dorp legte nach 13 Jahren Tätigkeit sein Amt nieder. Bereits vor Gründung der SG Quelle war er zehn Jahre Vorstand der BSG Schickedanz gewesen. „Wenn man so lange für den Verein tätig war, fällt einem der Abschied schwer [...] selbstverständlich werde ich auch weiterhin der SG Quelle treu bleiben“, so der damals 64-jährige zu den Fürther Nachrichten. In der anschließenden Zeremonie wurde vom Dorp mit dem Verbandsehrenzeichen in Silber und der silbernen Vereinsehrennadel ausgezeichnet. Sein Nachfolger im Amt des Vorstandsvorsitzenden war Friedhelm Schlieper. Mit seinem Wirken und seinen Kontakten im Konzern QUELLE schaffte er die Basis für die kommenden sportlichen Aufgaben und Ziele.

 

Budenzauber

 

In den 1980er Jahren wurde der Quelle-Hallencup nach außen hin immer attraktiver und die teilnehmenden Mannschaften wurden immer namhafter. So musste der Cup in der Nürnberger Frankenhalle ausgetragen werden, denn packende Hallenfights zwischen der SG Quelle, dem Club und der Spvgg Fürth wollten bis zu 2800 Zuschauer live erleben. „Die halbe Bundesliga wollte an unserem Turnier teilnehmen“ erzählte SG Quelle-Vorstand Schlieper. „Köln, Karlsruhe, Stuttgart, der HSV und sogar der FC Bayern war nicht abgeneigt gewesen [...] wir waren uns so gut wie einig, aber die Forderungen waren zu hoch“. Angeblich verlangten die Stuttgarter 35.000 Mark Antrittsgeld (aus Nürnberger Nachrichten). Beim 10-jährigen Jubiläumsturnier verzauberten unter anderem auch der VfL Bochum, der Chemnitzer FC und Sparta Prag beim Hallenspektakel die Zuschauer - selbstverständlich mit Rund-um-Bande.

 

Startschuss zum Höhenflug

 

Trainer Wolfgang Schaper war 1985/86 und 1986/87 mit seinen Jungs zweimal nur knapp am Aufstieg in die Landesliga vorbeigeschrammt. Seinem Nachfolger Erich Tauchmann gelang 1988 der lang ersehnte Aufstieg in die Landesliga Mitte, die etwa die bayerischen Regierungsbezirke Mittelfranken, Oberpfalz und Niederbayern umfasste. Im Aufstiegsendspiel gegen Nord-Bezirksligameister TSV Ebermannstadt setzte sich unser Team nach einer Gewaltleistung bei Dauerregen mit 6:3 im Elfmeterschiessen durch. ln der Winterpause der Saison 1989/90 übernahm Herbert Heidenreich den Trainerposten. Der Ex-Profi erlangte in seinem ersten Profijahr (1976/77) mit Borussia Mönchengladbach gleich den Deutschen Meistertitel und absolvierte 277 Erst- und Zweitligaspiele. Unter seiner Regie setzte das Quelle-Team einen ganz besonderen Glanzpunkt. 1990 gewann man die Bayerische Hallenmeisterschaft in Bayreuth. Und in der Rückrunde konnte auch noch der Klassenerhalt in der Landesliga gesichert werden. Nach einem Jahr ohne Abstiegssorgen kam es in der Saison 1991/92 knüppeldick. Kein Sieg bis zur Winterpause und der Vorstand sah sich zum Handeln gezwungen und stellte mit Dieter Lieberwirth einen weiteren Ex-Club-Profi und bundesligaerfahrenen Trainer vor. Trotz aller Bemühungen gelang es aber auch ihm nicht mehr, den Abstieg abzuwenden.

 

Die Ära Dieter Lieberwirth

 

Unter Führung des neuen Trainers Dieter Lieberwirth, ehemaliger Profi und späterer Trainer und Co-Trainer des 1.FC Nürnberg, begann für die SG Quelle der rasante Aufstieg und die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. 1992/93 zeigte die Mannschaft, dass sie in einer Bezirksoberliga nichts zu suchen hat. Souverän wurde der Meistertitel eingefahren und der Wiederaufstieg realisiert. Für die Spielzeit 1993/94 visierte der Trainer einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an. Mit Platz sieben wurde dieses Ziel auch erreicht. In der Saison 1994/95 war unsere Mannschaft unerwartet in der Spitzengruppe vertreten und landete am Ende gar auf Rang 1. Aufstiegsgaranten waren sicherlich Bernd Wirth (26 Tore), Bernd Fuchsbauer (14 Tore) und Klaus Scheidig (13 Tore), die auch noch viele Jahre später wichtige Stützen für die Dambacher waren. Plötzlich war die Bayernliga erreicht, eine Spielklasse, die man in Fürth bislang nur im Ronhof kannte. Aber es sollte noch besser kommen. Als Aufsteiger war das erklärte Ziel ein Nichtabstiegsplatz. Doch kontinuierlich wurde Punkt für Punkt eingefahren und am Ende der Saison 1995/96 sogar der 2. Platz und damit die Relegation zur Regionalliga Süd erreicht. Und woran niemand auch nur im Traum gedacht hatte, wurde Realität. Die SG Quelle Fürth konnte sich vor jeweils 1000 Zuschauern gegen Viktoria Aschaffenburg nach einem 5:2-Elfmeterkrimi und gegen die Amateure des VfB Stuttgart mit 2:1-Toren durchsetzen. 

 

Auf Augenhöhe mit Spielvereinigung und „Club“ - die Saison 1996/97

 

Der sensationelle Aufstieg in die Regionalliga war geschafft und damit ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte aufgeschlagen. Durch den zeitgleichen Abstieg des 1.FCN aus dem Profilager war zusätzlich eine „Jahrhundert-Konstellation“ geschaffen. Denn der 1. Fußball-Club Nürnberg, SpVgg Greuther Fürth und die SG Quelle spielten gemeinsam in einer Liga! Highlights waren zweifelsohne die Derbys gegen die SpVgg Greuther Fürth und den Club. Die SpVgg setzte sich an der Coubertinstraße vor 3500 Zuschauern mit 4:1 durch, beim Rückspiel im Ronhof hielt die SG Quelle vor 7500 Zuschauern bei der 3:1- Niederlage lange Zeit toll mit. Das Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg wurde sogar im Frankenstadion ausgetragen. Vor 12000 Zuschauern siegte der Club nur knapp mit 1:0. Danach gab es viel Lob für die SG Quelle. Zwei Spieltage vor Schluss stand das Team von Trainer Dieter Lieberwirth noch auf dem 13.Tabellenplatz; nur die Mannschaften auf Platz 17 und 18 würden später absteigen. Jedoch erwies sich der vorletzte Spieltag als Schicksalstag: Alle Teams aus der Abstiegsregion holten drei Punkte, außer die SG Quelle Fürth. Man brauchte am letzten Spieltag einen Dreier - ausgerechnet gegen den 1.FC Nürnberg. So kam es am letzten Spieltag zum letzten großen Derby; der bereits als Meister feststehende 1.FCN gegen unsere Elf aus Dambach. 24.000 Zuschauer wollten die Rückkehr des Clubs in den Profifußball miterleben. Der 1:0-Führung für die SG Quelle Fürth durch Fuchsbauer folgten späte Clubtore (70. und 83.). Als der Stadionsprecher fünf Minuten vor Spielschluß verkündete, nach Spielende den Stadioninnenraum für die Fans zu öffnen, geriet die Situation außer Kontrolle. Einige Fans wollten sich die besten Plätze sichern und kletterten über die Zäune, was einen Massenansturm auslöste. Tausende Fans strömten verfrüht auf das Feld - die Partie wurde für fünf Minuten unterbrochen, der Stadionsprecher flehte die Fans an, ein Spalier an den Außenlinien des Spielfeldes zu bilden. Zustände, die heute undenkbar wären. Am Ende fehlten der SG Quelle zwei Punkte zum Klassenerhalt und Material im Wert von 2.000 DM, welches im Trouble mit den Tausenden Fans verloren ging. Den Protest gegen die Spielwertung zog man zurück und zollte dem FCN damit Respekt und uneingeschränkte Anerkennung für das Geleistete. Während die beiden großen Nachbarn am Ende der Saison den Aufstieg in die 2.Bundesliga feiern konnten, stieg die SG Quelle in die Bayernliga ab. Schon im Januar 1997 am vorläufigen Höhepunkt der Vereinsgeschichte übergab der Vorsitzende Friedhelm Schlieper nach zwölf Jahren die Führungsposition der SG Quelle Fürth an den Leiter des Bereichs Warenwirtschaft der Firma QUELLE, Günter Rubenbauer.

 

Der Return

 

Die SG Quelle sprach ihrem Trainer Dieter Lieberwirth das vollstes Vertrauen aus und ging mit ihm wieder eine Etage tiefer in der Bayernliga. Wer aber gedacht hatte, nach dem Abstieg müsse die SG Quelle 1997/98 mit Anpassungsschwierigkeiten kämpfen, sah sich schnell getäuscht. Das Team steigerte sich kontinuierlich. Jojo Müller hielt den Kasten sauber, Klaus Scheidig und Harry Böhm fegten den 16-Meterraum leer, die Tormaschinen Tölcseres, Fuchsbauer und Wirth fabrizierten Tore en masse, am Ende deren 68. Am letzten Spieltag sicherte sich die SG Quelle nach einem harten Fight mit einem 2:2 beim direkten Konkurrenten Post Süd Regensburg den Relegationsplatz zum erneuten Regionalligaaufstieg. Das erste Aufstiegsspiel auf dem heimischen Gustav-Schickedanz-Sportfeld verlor man vor knapp 1.000 Zuschauern gegen den SC Pfullendorf mit 2:5. Das 1:1 im zweiten Spiel beim hessischen Vertreter SV Bernbach reichte nicht mehr aus, die Aufstiegsträume waren geplatzt.

 

Im folgenden Jahr, der Saison 1998/99, wollte man es besser machen. Vor der Saison wurde der Kader mit jungen Talenten aus der Region verstärkt, u.a. stießen Alexander Maul (später Carl Zeiss Jena), Manni Dedaj und Taner Koc zur SG Quelle. Nach mäßigem Start setzte sich die Mannschaft im oberen Tabellendrittel fest. Zu Hause entwickelte sich eine Festung, man verlor nur gegen den späteren Meister SV Lohhof. 4:0, 5:1, 6:1 - in dieser Höhe schoss die SG Quelle regelmäßig ihre Gegner förmlich „ab“. Tölcseres brachte es allein auf 21 Ligatreffer. Dennoch musste man am Ende wieder in eine nervenaufreibende Relegation. Im ersten Spiel gab der SV Sandhausen seine Visitenkarte in Dambach ab. Die SG Quelle geriet schnell ins Hintertreffen, 0:2 nach 14 Minuten. Dann folgte die One-Man-Show des Andras Tölcseres. Erst verwandelte er einen Freistoß vom linken Strafraumeck unhaltbar in den Winkel, beim Ausgleich in der 29. Minute setzte er sogar noch eins drauf: Im Stile von „Super-Mario-Basler“ verwandelte er einen Eckball direkt zum 2:2-Ausgleich. Als die Gäste mit 3:2 Toren in Front lagen zog ein heftiges Gewitter auf, die Partie wurde für zehn Minuten unterbrochen. Auf nun durch den Regen sehr tiefem Geläuf erzielte Jürgen Dennerlein den viel umjubelten 3:3-Ausgleichstreffer. Im zweiten Aufstiegsspiel musste das Quelle-Team nach Frankfurt zur SG Hoechst reisen. Das Spiel war von Beginn an von hoher Nervosität geprägt. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte konnten die mit dem Fanbus mitgereisten Quelle-Fans die 1:0-Führung von Alexander Maul bejubeln (45.). Als Torjäger vom Dienst, Andras Tölcseres in der 55.Minute auf 2:0 erhöhte, hatte kein Fürther - egal ob AUF oder NEBEN dem Platz - Zweifel am Aufstieg. Mit dem Schlusspfiff spielten sich unglaubliche Freudenszenen auf dem Platz ab, Fans und Spieler lagen sich in den Armen. Er hatte es wieder geschafft: Dieter Lieberwirth. Der geglückte Aufstieg war sicherlich ein starkes Trostpflaster für das Ausscheiden im Finale des Bayerischen TOTO-Pokals eine Woche später. Ein Sieg im 11m-Schiessen über die SpVgg Landshut hätte die Teilnahme am DFB-Pokal bedeutet.

 

Regionalliga zum Millenium - Saison 1999/2000

 

Dieter Lieberwirth ging bereits in seine fünfte Saison als Quelle-Coach. Es sollte eine Reform im Ligensystem des DFB geben. Aus vier Regionalligen mach zwei. Es würde eine knüppelharte Saison werden. Man musste mindestens Platz 12 erreichen, um sicher die Klasse zu halten. Torjäger Tölcseres konnte dagegen nicht gehalten werden, ein adäquater Ersatz war lange nicht in Reichweite. Nach zehn Spielen fand sich das Team auf Platz 18 wieder. Erst kein Glück gehabt, dann kam auch noch Pech hinzu - so könnte man den Anfang der Saison beschreiben. Man verschoss Elfmeter in der Nachspielzeit, kassierte Tore aus 50 Metern Entfernung und hatte immer noch keinen Sieg auf dem Konto. Mit dem 3:1-Sieg beim FC Schweinfurt 05 schien der Knoten geplatzt zu sein. Die Nachverpflichtungen der Brüder Gerd und Fred Klaus machten sich bezahlt. Die SG Quelle fuhr Punkt um Punkt ein, kam dem rettenden Relegationsplatz 13 näher und näher, konnte ihn jedoch vor Weihnachten nicht mehr einnehmen. Nach Weihnachten das selbe Bild: Gegen die Großen spielte man „Groß“, gegen die direkten Konkurrenten tat sich das Fürther Team schwer. Bald lauteten die Schlagzeilen in der Presse: „Das war's“, „Ade Regionalliga“ etc. Vier Spiele vor Schluss waren es noch vier Punkte Rückstand zum Relegationsplatz. Aber ausgerechnet beim SV Lohhof, dem abgeschlagenen Tabellenletzten setzte es eine 1:5-Klatsche. Damit waren alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt begraben. Am letzten Spieltag der Saison 1999/2000 verabschiedete sich die SG Quelle würdig aus der Regionalliga. Der von Armin Veh gecoachte Meister SSV Reutlingen war zu Gast. Die SG Quelle hielt gut mit, aber die Gäste siegten nach einem tollen Fußballspektakel mit 6:3. Trotz der Spielklasse und Spannung war das Interesse in dieser Saison enttäuschend: nur noch 258 Zuschauer kamen im Schnitt zu den Heimspielen.

 

Das neue Jahrtausend

 

In den Spielzeiten 2000/01 und 2001/02 gelang es der SG Quelle, sich in der Bayernliga zu etablieren. Hans Grübler löste den verdienten Horst Zink als Manager ab. Platz 8 und 9 in der Bayernliga sprechen dafür, dass das verjüngte Quelle-Team eine gute Basis für die Zukunft gelegt hatte. Erwähnenswert ist sicherlich der 7:1-Erfolg beim Würzburger FV, der höchste Auswärtssieg der SG Quelle in der gesamten Club-Geschichte. Am Ende der Saison 2001/02 war es soweit: Unser langjähriger Trainer, Dieter „Yogi“ Lieberwirth, beendet nach elf (!) Spielzeiten auf der Trainerbank der SG Quelle sein Engagement. Die SG Quelle bedankt sich für die hervorragende Arbeit, die Dieter in unseren Diensten geleistet hat. Franz Weber, Lieberwirths langjähriger Co-Trainer und Freund, übernahm im Juni 2002 das Traineramt bei den Dambachern. In der folgenden Saison aber konnte er nicht an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen, unser Team stand zur Winterpause fast hoffnungslos auf einem Abstiegsplatz. Bereits in der Winterpause reagierte der Vorstand und ersetzte den sympathischen Franz Weber durch Reinhard Hofmann, den bisherigen Trainer der 2. Mannschaft. Im neuen Kalenderjahr tankte unser Team wieder Selbstvertrauen, fuhr Punkt um Punkt ein, musste am Ende jedoch drei Entscheidungsspiele durchführen. Nachdem man die ersten beiden siegreich gestalten konnte, verlor man im entscheidenden Spiel gegen den FC Passau im Elfmeterschiessen. So stieg das Quelle-Team nach acht Jahren wieder in die Landesliga Mitte ab.

 

Reinhard Hofmann, welcher im letzten halben Jahr eine gute Arbeit geleistet hat, stand vor der schwierigen Aufgabe, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen, der in der Landesliga 2003/04 bestehen kann. Entgegen allen Erwartungen lieferte sich unsere Elf ein Kopf-an-Kopt Rennen um den Meistertitel. Am Ende landete das Team auf dem 2. Platz, und man musste erneut in eine Aufstiegsrelegation: Gegner war der BFC Wolfratshausen, Vizemeister der Landesliga Süd. Unser Team ging im Stadion des FC Ingolstadt schnell mit 1:0 in Führung, musste dann jedoch nach der frühen gelb-roten Karte gegen Spielmacher Valerie Ebongolle die restliche Spielzeit mit zehn Mann auskommen. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2, in der Verlängerung siegten die Oberbayern mit 3:2. Wieder war man in einer Relegation gescheitert. Aber diese Spielzeit war in vielerlei Hinsicht spannend und turbulent. Auch die Administration der Abteilung veränderte sich im Frühjahr 2004. An der Spitze der SG Quelle Fürth endete nach sieben Jahren die Ära Günter Rubenbauer, der sich zur Ruhe setzte; es folgte ihm Bernd Knickrehm, ebenfalls hochrangiger Mitarbeiter beim Konzern QUELLE.

 

Doch genau wie ein paar Jahre zuvor, als das Quelle-Team im zweiten Anlauf den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, versuchte es das Team erneut in der darauf folgenden Saison. Der Kader wurde qualitativ punktuell verstärkt. In der Saison 2004/05 gelang es Reinhard Hofmann, das Team von Spiel zu Spiel konstant richtig einzustellen. Nicht immer schön, aber meistens erfolgreich spielte man. Taner Koc trug mit 17 Treffern maßgeblich zur Meisterschaft bei, der Wiederaufstieg in die Bayernliga war geschafft. Mit dem Spieljahr 2005/06 begann das Abenteuer Bayernliga erneut. Eine junge Quelle-Truppe tat sich von Beginn an schwer. Die Bayernliga hatte sich gewandelt, die Nachwuchsmannschaften der Profivereine gewannen mehr und mehr an Qualität, andere Clubs hatten ein festes Mannschaftsgefüge, welches seit Jahren zusammenspielt. Leider reichte es am Ende nicht zum Klassenerhalt, 21 Punkte aus 34 Partien waren definitiv zu wenig. Nach nur zwei Jahren an der Spitze der Abteilungsleitung räumte Bernd Knickrehm aus beruflichen Gründen im Frühjahr 2006 seinen Stuhl. Ihm folgte als Abteilungsvorsitzender Rainer Krassow, Chef der Rechtsabteilung und Bindeglied zum Konzern. 

 

Wechselhaft begann auch die Saison 2006/07. Das weiter verjüngte Team, welches eigentlich in der oberen Tabellenhälfte mitspielen sollte, kam mit der harten Gangart in der Landesliga lange nicht zurecht. Einerseits wurde die attraktive Spielweise der SG Quelle allerorts, selbst von der Presse gelobt, aber die Punkte blieben aus. Reinhard Hofmann wurde durch Paul Hesselbach ersetzt. Der neue Coach schaffte es zwar, durch taktische Maßnahmen mehr Ordnung und Disziplin in das Team zu bringen, und in der Defensive zu stabilisieren, den direkten Abstieg in die Bezirksoberliga konnte aber auch er nicht verhindern. Eine verhexte Saison. Dem Abstieg folgte ein personeller Aderlass und die Rückkehr in die BOL nach 14 Jahren gestaltete sich anfänglich schwieriger als gedacht. Zu Beginn der Saison 2007/08 übernahm Ex-Profi Petr Skarabela den Trainerposten. Mit einer sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft musste er den „totalen Neuaufbau“ in der Bezirksoberliga beginnen und einen weiteren Absturz verhindern. Nach einem langen Findungsprozess und trotz elf Punkten Rückstand nach der Vorrunde konnte die Mannschaft im Frühjahr 2008 eine einmalige Serie starten. Bis zum letzten Spieltag blieb man ohne Niederlage und schloß die Punktrunde sogar noch mit Platz 2 ab. In der Relegation realisierte man den zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen Wiederaufstieg in die Landesliga Mitte.

 

Norbert Hütter übernahm zur Spielzeit 2008/09 den Posten des Chef-Trainers. Mit Mühe schafften die Dambacher den Klassenerhalt in der Landesliga-Mitte, aber die Freude über den sportlichen Erfolg währte nicht lange. Überschattet wurde das Jahr 2009 vor allem durch den Niedergang des QUELLE-Imperiums. Im Zuge der Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor, dem u.a. das Fürther Unternehmen Anfang des Jahrzehnts einverleibt wurde, wurde auch das Lebenswerk von Gustav Schickedanz mit in den Abgrund gerissen. Das Mutterhaus QUELLE, welches maßgeblich strategisch und wirtschaftlich auch zum Aufschwung des Sports in Dambach in den letzten Jahrzehnten beigetragen hatte, war plötzlich nur noch Geschichte.

 

Quo vadis ?

 

Nach dem Ausfall des namensgebenden Sponsors stellte sich schnell die Existenzfrage in Dambach. Es war vor allem dem umsichtigen Handeln des Vorsitzenden Rainer Krassow zu verdanken, dass sich die SG QUELLE ihren Namen und den sportlichen Ruf trotz der neuen Vorzeichen auf Dauer erhalten konnte. Wenngleich man im folgenden Landesliga-Jahr 2009/10 im Herrenbereich permanent gegen den Abstieg spielen musste, so bot man dennoch ein konkurrenzfähiges Team unter der Leitung von Norbert Hütter auf. Zwei Spieltage vor dem Saisonende räumte Norbert Hütter seinen Stuhl, um mit einem Impuls den nur noch theoretisch möglichen Klassenerhalt doch noch zu bewerkstelligen. Mit einem Punktgewinn in Dingolfing - im Übrigen stand der spätere Assistent der DFB-Nationalmannschaft Thomas Schneider als Trainer an der Dingolfinger Linie - wahrte man sich die Chance auf ein glückliches Ende. Aber eine ausstehende Entscheidung des Sportgerichts der Bayernliga brachte die Entscheidung, wonach dem direkten Konkurrenten Jahn Regensburg II aus einem ursprünglich verlorenen Spiel drei Punkte zugesprochen wurden. Somit waren noch vor dem Anpfiff des letzten Spieltags die Würfel bereits gefallen. Aber trotz des Abstiegs der 1.Mannschaft profitierte die SG Quelle von der kontinuierlich positiven Entwicklung im Jugendbereich. Erstmals im Sommer 2010 konnten in allen Altersbereichen - A-bis D-Junioren - die höchsten Spielklassen in Dambach angeboten werden. Folgerichtig sollte Thomas Adler, zuletzt erfolgreicher A-Jugendtrainer, diesen Schwung junger erfolgshungriger Nachwuchstalente mit in den Herrenbereich nehmen.

 

Die Spielzeiten 2010/11 sowie 2011/12 verbrachte die SG QUELLE unter Trainer Thomas Adler - Ex-Profi u.a. bei Bayer Uerdingen und Blau-Weiss Berlin - in der Bezirksoberliga. Ihm gelang es die seit Jahren hochgelobte Jugendarbeit der Dambacher im Herrenbereich erfolgreich zu etablieren. Aus der Not machte er eine Tugend und ebnete damit den zukünftigen sportlichen Weg auch ohne große Namen und Geldmittel. 2012 gelang dem gebürtigen Fürther mit den Nachwuchskickern sogar der Wiederaufstieg in die Landesliga, nach der BFV-Neuordnung in die Region Nordost. Drei weitere Spielzeiten in Folge unter der Anleitung von Thomas Adler spielte man immer wieder in der Spitzengruppe mit, allein der Durchmarsch blieb der jungen Mannschaft versagt. 

 

Mit Beginn der Saison 2015/16 sollte ein neuer Anlauf genommen werden. Trainer Patrick Frühwald, ein ehemaliger Regionalliga-Spieler des Vereins, übernahm das sportliche Ruder. Auch in den nächsten drei Spielzeiten spielte die SG Quelle in der Landesliga Nordost eine gute Rolle und verpasste stets nur knapp den Aufstieg zur Bayernliga. Aber auch Patrick Frühwald, der mit größter Akribie und ganzem Herzblut an der Entwicklung und am Erfolg des Vereins bis zum Sommer 2018 mitwirkte, blieb der ersehnte Schritt verwehrt. Nach Jahren der Etablierung in der Spitzengruppe der Landesliga wuchs natürlich die Erwartung an eine Rückkehr in die Bayernliga. Im Sommer 2018 nahm nun mit Serdal Gündogan ein weiterer Ex-Quelleraner an der Seitenlinie Platz. Am Ende des neuen ersten Anlaufs 2018/2019 mussten sich die Dambacher nach vielen Höhen und Tiefen mit einem gesicherten Mittelfeldplatz abfinden.

 

 

 

 

 Der Fußball in Fürth — Die "Zweite"

 

Die „Zweite“ fungierte immer als Einstiegs- und Lernstation der eigenen ambitionierten Jugendlichen sowie als Aufbaustation für verletzte und formschwache Spieler. Bis 1988 trat man ausschließlich im Reservespielbetrieb an und bestritt stets das Vorspiel der „Ersten“. Erst in der Saison 1988/89 - die „Erste“ war gerade erstmals in die Landesliga aufgestiegen - wurde die zweite Garnitur der SG Quelle in den Punktspielbetrieb aufgenommen. Gleich im ersten Jahr wurde die Mannschaft souverän Meister in der C-Klasse. In den folgenden Jahren etablierte sich das Fohlenteam in der B-Klasse. 1995/96 war es dann soweit: der lang ersehnte Aufstieg in die A-Klasse. Mit dem neuen Trainer Günther Röttinger schaffte das Team 1996/1997 auf Anhieb den Durchmarsch in die Bezirksliga. Noch nicht genug: Am Ende der folgenden Saison 1997/98 konnte sich SG Quelle ll in der Relegation gegen TSV Wendelstein mit 3:2 durchsetzen und stieg somit sogar in die Bezirksoberliga auf. Damit erwies sich unsere zweite Mannschaft als hervorragender Unterbau für die 1.Mannschaft, die in dieser Zeit auf dem Sprung in die Regionalliga war. In der Folge galt es zudem die zahlreichen Jugendlichen aus der eigenen A-Jugend aufzunehmen und weiter zu fördern. Auch unter den Trainern Reinhard Hofmann 2000/01 und 2001/02 sowie Caleb Waldhauser 2002/03 festigte die Nachwuchstruppe ihre Position in der höchsten Liga Mittelfrankens. Bis dahin wurden sehr gute Platzierungen erreicht und der Klassenerhalt stand nie in Frage. Erst in der Saison 2003/04 litt das Team, das seit Saisonbeginn von Norbert Winkler betreut wurde, an akutem Personalmangel. Die Konzeption der Personalunion von U19 und 2.Mannschaft in Sachen Kader und Trainer gingen nicht auf. Der Rettungsanker im April 2004 wurde zu spät geworfen. Auch das Ur-Gestein Stefan Egermeier als Spielertrainer konnte seine 2.Mannschaft nicht mehr vom bitteren Abstieg in die Bezirksliga retten. Für die neue Saison 2004/05 wurde mit Rainer Gerlitz ein Trainer engagiert, der in seiner aktiven Zeit für die 1.Mannschaft die Stiefel geschnürt hatte und somit die Facetten des Vereins kannte. Er schaffte es aus einem bunten Haufen, der aus A-Jugendlichen und älteren ehemaligen Quelle-Spielern bestand, eine Einheit zu bilden und somit einen Neuanfang zu schaffen. Insbesondere die Integration der jungen Spieler lag ihm am Herzen. Doch 2006/07 lief nichts wie es hätte laufen sollen. Die spielerische Klasse der gut ausgebildeten Jugendspieler wurde oft gezeigt und regelmäßig von den gegnerischen Trainern und Zuschauern nach dem Spiel gelobt, aber am Ende fehlten schlicht die Punkte. So stieg man nach zehn Jahren wieder in die Kreisliga Nürnberg / Fürth ab. Mit Norbert Hütter konnte man für die Saison 2007/08 wieder einen sehr erfahrenen Trainer finden, der zudem auch als Co-Trainer der 1.Mannschaft fungierte. Damit sollte die Förderung und Vorbereitung auf die Belange einer 1.Mannschaft unserer jungen Nachwuchskräfte weiter forciert werden. Nach dem personellen Aderlass nach dem Abstieg wich jedoch die konzeptionelle Idee sehr bald der nackten Existenzangst. Dass in einem gemeinsamen Kraftakt zusammen mit 1.Mannschaft und U19-Junioren die Saison sogar mit Platz 4 abgeschlossen werden konnte, dafür verdienten sich alle Mannschaftsverantwortlichen und Spieler allergrößten Respekt.

Einzig Stefan Schering, der als langjähriger Jugendtrainer zuletzt die A-Jugend erfolgreich in der Junioren-Bayernliga anleitete, konnte 2008/09 letztmals die "Zweite" in die Erfolgsspur führen. Mit großer Souveränität steuerte er mit seiner aus überwiegend A-Jugendlichen zusammengestellte Mannschaft dem Aufstieg in die Bezirksliga entgegen. Als Hallenkreismeister und Kreismeister konnte eindrucksvoll die Dominanz in diesem Jahr unterstrichen werden. Aber der Erfolg der Jungspunde rief auch zahlreiche Späher aus der Region auf den Plan. Das Werben um derart gut ausgebildete Spieler begann und es gestaltete sich zunehmend schwierig, die "Zweite" als Sprungbrett für Spieler attraktiv zu verkaufen. Entsprechend konnte trotz aller Bemühungen in der Saison 2009/10 der Klassenerhalt in der Bezirksliga nicht mehr realisiert werden. Und in den folgenden Spielzeiten sollte sich der Trend auf Kreisebene noch verstärken. Am Ende einer langen "Leidenszeit" wurde die "Zweite" nach dem Scheitern in der Relegation von der A-Klasse zur Kreisklasse am Ende der Saison 2015/16 nicht wieder für den Spielbetrieb 2016/17 angemeldet.

   

     

 

 

 Die Vorsitzenden - Vorstand und Abteilungsleiter

     
  1vomdorp

  1973-1985

 Eckart vom Dorp

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit:

 
  • Fusion zwischen der Privatmannschaft BSG Schickedanz und den Fussballern im TV Fürth 1860
  • Gründer und erster Vorstand der SG Quelle Fürth
  • Aufstiege in damaliger A-Klasse (heutige Kreisliga) im ersten Jahr nach der Gründung, später bis in die Bezirksliga
  • namhafte Trainer-Verpflichtungen von Richard Gottinger und "Ertl" Erhard (beides ehemalige Nationalspieler)
  • Gewinnung langjähriger Weggefährten wie Rudi Flohr und Wolfgang Schaper

_______________________________________________________

     
   2schlieper  

  1985-1997

 Friedhelm Schlieper

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit:

 
  • Zusammenarbeit mit den Familien Bühler und Schickedanz
  • Aufstieg der 1. Mannschaft von der A-Klasse bis zur Regionalliga
  • Aufbau der 2. Mannschaft bis zur Bezirksliga
  • Etablierung des Quelle-HallenCups mit 1. FCN und VfL Bochum sowie Sparta Prag und Chemnitzer FC
  • Bay. Hallenmeister 1990 in Bayreuth
  • Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fussballverband (Firma Quelle war 10 Jahre Sponsor beim BFV)
  • Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft 1993 in Dambach

_______________________________________________________

     
   3rubenbauer  

  1997-2004

 Günther Rubenbauer

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit: 

 

 
  • Abfangen der drastischen Etatkürzung des Hauptsponsors QUELLE 
  • Verlängerung der Sponsorenverträge sowie Akquisation neuer Förderer
  • Konsolidierung der SG-Quelle als Spitzenmannschaft in der Bayernliga mit hohem Sympathiewert
  • Botschafter der Firma QUELLE in der Region und darüber hinaus
  • Förderung der Jugendarbeit zur Nr. 1 nach den Proficlubs
  • Organisation und Durchführung der 25-Jahr-Feier im Quelle-Casino mit OB Wenning und Helmut Hack
  • Trainer-Wechsel von Dieter Lieberwirth auf Franz Weber/ Reinhard Hofmann
  • spektakulärster (und ertragreichster) Spielertransfer von Andres Tölceres zum FC Saarbrücken

_______________________________________________________

     
   4knickrehm

  2004-2006

 Bernd Knickrehm

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit: 

 

 
  • Landesliga-Vizemeister 2003/2004. Relegation zur Bayernliga,
    Landesliga-Meister 2004/05 und Aufstieg in die Bayernliga
  • Gründung eines Vereins-Beirates mit Vertretern aus der regionalen Wirtschaft, Politik und Stadt Fürth
  • Konsolidierung der Finanzsituation und Abbau aller Verbindlichkeiten
  • Stärkung der erfolgreichen Jugendarbeit
  • Installation von Bernd Winter als hauptamtlichen Jugendkoordinator
  • Etatabsicherung durch Jugendkooperationsvertrag mit KarstadtQuelleVersicherungen
  • Etablierung von zwei Bayernliga-Teams im Jugendbereich

_______________________________________________________

     
   5krassow  

  2006-2010

 Rainer Krassow

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit: 

 
  • Vorstandsmitglied des TV Fürth 1860 e.V. 
  • Krisenmanagement nach Insolvenz des Hauptsponsors QUELLE
  • Sicherstellung des Spielbetriebs
  • Gestaltung des erfolgreichen Umbruchs im Herrenbereich mit Jugendspielern
  • Konsolidierung der sportlichen Leistungen und Wiederaufstieg in die Landesliga 2008
  • Implementierung eines Geschäftsführers
  • Platzierung der erfolgreichen Jugendarbeit als in Franken insoweit führenden Vereins
  • Organisation und Durchführung der 35-Jahr-Feier
  • DFB-Stützpunkt in Fürth-Dambach; Bewerbung als BFV-Nachwuchsleistungszentrum

_______________________________________________________

     
   6Rosemann

  2010-2011

 Gert Rosemann

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit:

 
  • Neugestaltung eines regionalen Netzwerks an Sponsoren
  • Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen für den Sport
  • Stabilisierung der erfolgreichen Jugendarbeit als in Franken insoweit führenden Vereins
  • Auszeichnung als BFV-Nachwuchsleistungszentrum

_______________________________________________________

     
   6zimmermann  

  2011-2013

 Alexander Zimmermann

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit: 

 
  • Ausbau eines regionalen Netzwerks an Sponsoren
  • technische Modernisierung der Geschäftsstelle
  • Modernisierung der sportlichen Grundausstattung

_______________________________________________________

     
   7eglau  

  seit 2013

 Michael Eglau

 

 Schwerpunkte und Highlights seiner Amtszeit:

 
  • Vorstandsmitglied des TV Fürth 1860 e.V. 
  • Gründung eines Fördervereins e.V.
  • Ausbau eines regionalen Netzwerks an Sponsoren
  • Veranstalter/Ausrichter von sportlichen Großveranstaltungen
  • Etablierung des BFV-Nachwuchsleistungszentrums 
  • Sanierung, Um- und Ausbau der Infrastruktur
  • Ausbau der organisatorischen Strukturen
  • Positionierung mit "Nachhaltigkeit im Sport"

_______________________________________________________

 

 

 

 

 Statistik 1. Mannschaft seit 1973 / Trainer

   Saison Spielklasse Liga Platz  Trainer
  1973/74  B-Klasse      Richard Gottinger
  1974/75  A-Klasse      Richard Gottinger
  1975/76  A-Klasse      Herbert Erhardt 
  1976/77  A-Klasse      Herbert Erhardt
  1977/78  A-Klasse      Herbert Erhardt
  1978/79  A-Klasse       Herbert Erhardt
  1979/80  A-Klasse       Walter Müller 
  1980/81  A-Klasse      Pavel Paska
  1981/82  Bezirksliga      Pavel Paska
  1982/83  Bezirksliga      Wilhelm Müller 
  1983/84  Bezirksliga      Antonin Mrtka, ab 31.ST. Wilfried Becker
  1984/85  A-Klasse      Wolfgang Schaper
  1985/86  Bezirksliga      Wolfgang Schaper
  1986/87  Bezirksliga      Wolfgang Schaper
  1987/88  Bezirksliga      Erich Tauchmann
  1988/89  Landesliga Mitte      Erich Tauchmann
  1989/90  Landesliga Mitte      Herbert Heidenreich
  1990/91  Landesliga Mitte      Herbert Heidenreich
  1991/92  Landesliga Mitte      Herbert Heidenreich
  1992/93  Bezirksoberliga      Herbert Heidenreich
  1993/94  Landesliga Mitte      Dieter Lieberwirth
  1994/95  Landesliga Mitte      Dieter Lieberwirth
  1995/96  Bayernliga IV 2.  Dieter Lieberwirth
  1996/97  Regionalliga Süd III 17.  Dieter Lieberwirth
  1997/98  Bayernliga IV 2.  Dieter Lieberwirth
  1998/99  Bayernliga IV 2.  Dieter Lieberwirth
  1999/00  Regionalliga Süd III 16.  Dieter Lieberwirth
  2000/01  Bayernliga IV 9.  Dieter Lieberwirth
  2001/02  Bayernliga IV 8.  Dieter Lieberwirth
  2002/03  Bayernliga IV 15.  Franz Weber, ab 18.ST. Reinhard Hofmann
  2003/04  Landesliga Mitte V 2.  Reinhard Hofmann
  2004/05  Landesliga Mitte V 1.  Reinhard Hofmann
  2005/06  Bayernliga IV 18.  Reinhard Hofmann
  2006/07  Landesliga Mitte V 17.  Reinhard Hofmann; ab 11.ST. Paul Hesselbach
  2007/08  Bezirksoberliga VI 2.  Petr Škarabela
  2008/09  Landesliga Mitte V 14.  Norbert Hütter
  2009/10  Landesliga Mitte V 17.  Norbert Hütter; ab 33.ST. Bernd Winter
  2010/11  Bezirksoberliga VII 3.  Thomas Adler
  2011/12  Bezirksoberliga VII 2.  Thomas Adler
  2012/13  Landesliga Nordost VI 4.  Thomas Adler
  2013/14  Landesliga Nordost VI 4.  Thomas Adler
  2014/15  Landesliga Nordost VI 7.  Thomas Adler
  2015/16  Landesliga Nordost VI 3.  Patrick Frühwald
  2016/17  Landesliga Nordost VI 3.  Patrick Frühwald
  2017/18  Landesliga Nordost VI 5.  Patrick Frühwald
  2018/19  Landesliga Nordost VI 7.  Serdal Gündogan
  2019/20  Landesliga Nordost VI    Serdal Gündogan